So trickst die Bundesregierung
Millionen Menschen ohne Job,werden aus der Statistik heraus gerechnet
Jeden Monat dürfte sich der Bundesarbeitsminister,über einen Termin ganz besonders freuen: Die Verkündung der monatlichen Arbeitslosenzahlen. Auch am kommenden Donnerstag ist es wieder so weit. Olaf Scholz wird mal wieder vor die Presse treten.
Man muss kein Hellseher sein um zu wissen,was er sagen wird : Noch weniger Jobsuchende als im April. Da waren es nur noch 3413921.
Doch diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen. Erfolgsmeldungen auf dem Arbeitsmarkt sind wichtig,denn schon seit Jahren hat die Bundesregierung ihre Maßnahmen zum Schönrechnen öffentlich verbreitet.
Die " Süddeutsche - Zeitung " berichtet : 1,5 Millionen Menschen ohne Job,werden kontinuierlich aus der Statistik heraus gerechnet. Fragwürdige Arbeitsmarktprogramme bessern die totalen Zahlen auf.
So gehören beispielweise 625 000 Menschen zur stillen Reserve. Das sind Menschen ohne Arbeitsplatz,die aus Frust gar nicht erst bei der Agentur für Arbeit vorstellig werden,und daher aus der Statistik verschwinden.
Aus der Statistik fallen aber auch solche Menschen raus,die in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen stecken. Sie gelten offiziell nicht mehr als arbeitslos,weil sie dem Arbeitsmarkt während der Maßnahme nicht mehr zur Verfügung stehen.
Auch Existenzgründer,Arbeitssuchende in Weiterbildungen , Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, oder Ein - Euro Jobber,gelten nach Regierungs - Verständnis,nicht als arbeitslos,obwohl sie keinen festen Arbeitsplatz haben.
Verwerflich ist das nicht. Die Zahlen - Spiele der Bundesregierung gelten höchstens als Kavaliersdelikt,und haben Tradition.
Schon die Bundesregierung von Helmut Kohl,arbeitete mit diesen Tricks. Weder Gerhard Schröder,noch Bundeskanzlerin Angela Merkel,haben an diesen Schönrechnereien etwas geändert.
Bericht : Günther Kos
Foto : AP,